Du 29 janvier 2026 au 29 novembre 2026

Von der Holzschnittkunst zum Manga – Das Künstlerische Japan

Prochainement

Von den großen Meistern des Farbholzschnitts der Edo-Zeit bis zu den berühmten Mangaka der Gegenwart beleuchtet die Ausstellung eine grafische Tradition und ästhetische Kultur, die in Japan seit dem Mittelalter weitergegeben wurde.

Der Holzschnitt war Teil der populären Kultur und für ein breites Publikum bestimmt – ebenso wie der Manga heute. Die Themen und Symbole des Holzschnitts finden sich in der zeitgenössischen Manga-Kunst in neuer Form wieder und verwandeln dieses Erbe in moderne Ausdrucksweisen.

Zahlreiche antike Objekte begleiten die Drucke der großen Meister Hokusai, Hiroshige und Utamaro und zeigen ein außergewöhnliches künstlerisches Können. Dieses begeisterte den Westen, als Japan sich 1867 auf der Weltausstellung in Paris präsentierte. Die japanische Kunst löste eine außerordentliche Begeisterung aus und gab dem Japonismus seinen Ursprung.

Die Einflüsse zwischen Japan und dem Westen sollten gegenseitig sein. Während die Impressionisten vom Japan inspiriert wurden, veränderten die westliche Comic-Kunst und die satirische Presse die japanische grafische Erzählweise. Nach dem Zweiten Weltkrieg revolutionierte Osamu Tezuka, der „Gott des Manga“, das Medium, indem er von Walt Disney inspirierte filmische Techniken einführte. Er legte die Grundlagen des modernen Manga, der sich anschließend in spezifische Genres ausdifferenzierte (Shōnen, Shōjo, Seinen usw.).

Große Namen der Manga-Welt von den 1980er-Jahren bis heute sind an den Wänden der Abtei von Stavelot zu sehen: Dragon Ball, One Piece, Naruto, Astro Boy, Die Ritter des Tierkreises, City Hunter, Nausicaä aus dem Tal der Winde und viele weitere Helden – präsentiert in Form von Originalzeichnungen, Dōgas, Cels und 3D-Figuren.